Dem Favoriten alles abverlangt

Viel vorgenommen, ein starkes Spiel gezeigt und am Ende doch mit leeren Händen. Der TSV präsentierte sich im Pokal-Achtelfinale gegen die TSG Hofherrnweiler II stark und bot dem Titelfavoriten ordentlich Paroli. Am Ende unterlag die Roder-Elf jedoch mit 1:3.

Ausgangslage
Die Favoritenrolle war vor dem Spiel klar: Die TSG stand dreimal in Folge im Pokal und will es auch ein viertes Mal ins Endspiel schaffen. Im Pokal gab es bisher Siege gegen Hüttlingen II (7:0), den SSV Aalen (4:0) und die SG Kirchheim/Trochtelfingen (8:2). Es war also von vorne herein klar, dass der TSV alles in Waagschale werfen muss, wenn er für eine Überraschung sorgen will. Im Vergleich zum 2:2 in Zöbingen vom vergangenen Sonntag änderte Jürgen Roder zweimal seine Startelf. Manuel Freimuth rückte für Jan Miller (muskuläre Probleme im Oberschenkel) ins Team und für Florian Winter (Urlaub) spiele Max Feinauer.

Spielverlauf
Von Beginn an übernahmen die Gäste aus Hofherrnweiler die Spielkontrolle. Der TSV hingegen lauerte auf Konter und hätte bereits in durch Johannes Hahn in Führung gegen können. Der TSV-Angreifer traf den jedoch nicht richtig. Fast im Gegenzug schließ die ansonsten stabile TSV-Hintermannschaft nach einem Eckball. Im Rückraum stand Pius Kuhn, der zum 0:1 aus TSV-Sicht einschob. Davon unbeeindruckt machte es Hüttlingen im anschließenden Angriff schnell. Jo Waibel schickte Raphael Gentner auf die Reise, der den Ball nach innen brachte und dieses Mal ließ sich Johannes Hahn die Chance nicht nehmen – 1:1! In der Folge lief der Ball durch die TSG-Reihen. Hüttlingen verschob gut, machte die Räume eng und ließ hinten nichts zu. Nach der Pause bot sich den zahlreichen Zuschauern das gleiche Bild. Immer wieder konnte der TSV durch schnelle Konter Nadelsticke setzen. So war es Jo Waibel, der die größte Gelegenheit hatte. Sein Lupfer über den Torwart landete auf der Latte. In den Schlussminuten warf Hofherrnweiler alles nach vorne. Hüttlingen konnte kaum mehr für Entlastung sorgen. In der 87. Minute war die TSV-Defensive dann geschlagen und Simon Schneider traf zum 2:1. Das 3:1 war Ende ein Treffer zu viel.

Dennoch kann das Team von Jürgen Roder auf diesem Spiel aufbauen und mit breiter Brust ins Derby am kommenden Freitag gegen die SG Union Wasseralfingen gehen. Spielbeginn auf dem TSV-Sportplatz ist um 18:15 Uhr.

Aufstellung: A. Hirschl – M. Liesch M. Feinauer, P. Birkle, M. Kamm – J. Baumgärtner, J. Waibel (76. D. Dogru) – R. Gentner, M. Melzer – M. Freimuth (82. J. Arnold), J. Hahn

Tore: 0:1 Kuhn (12.), 1:1 Hahn (13.), 1:2 Schneider (87.), 1:3 Weiland (90.)