Das große Manko ist die Chancenverwertung

Im Spiel gegen die Sportfreunde Rosenberg musste Trainer Bernd Hailer wieder auf einige Spieler verzichten. Dennoch legte man gut los und hätte bereits zu Beginn mit 2:0 führen können. Doch nach dem Seitenwechsel kam die zweite Mannschaft des TSV nicht mehr ins Spiel und kassierte in den letzten zehn Minuten zwei Gegentreffer.

Vergangenen Sonntag bekam der TSV II es mit einem Bekannten zu tun: Gegen die Sportfreunde aus Rosenberg war man bereits in der ersten Pokalrunde angetreten. Damals als klarer Underdog ins Spiel gegangen, gewann man nach einer starken Leistung mit einem souveränen 3:0. In der Kreisliga B3 lagen die Gäste vor dem Spiel einen Punkt vor dem TSV, mit einem Sieg konnte man hier vorbeiziehen und ging dementsprechend mit dem nötigen Selbstvertrauen in die Partie. Für die verletzten Spieler Lennart Kunz und René Freimuth rückten an diesem Wochenende Marcel Hieber und Max Feinauer in die Startelf.

Die Zuschauer, die bei herrlichem Herbstwetter den Weg auf den Bolzensteig gefunden hatten, merkten dem TSV an, dass man hier auf 3 Punkte spielte, den die Hüttlinger waren von Beginn an hellwach und spielten eifrig nach vorne. Lediglich die hohe Fehlpassquote, die sich ins Hüttlinger Spiel einschlich, trübte die ersten Minuten. Doch wie so oft haperte es beim üblichen Hüttlinger Problem: Der Chancenverwertung. Sowohl Silas Gschwindt, als auch Florian Hailer hatten die Chance den TSV II in Führung zu schießen, der Ball wollte aber nicht ins Tor. Mitte der ersten Halbzeit kamen die Rosenberger besser ins Spiel, ein starker Marcel Hieber und eine sichere Defensive konnten einen Pausenrückstand jedoch verhindern, sodass es mit einem 0:0 in die Kabine ging.

Die zweite Hälfte begann mit einem Schocker: Es waren keine 10 Minuten gespielt, da verletzte sich Max Feinauer bei einem Zweikampf an der Schulter und konnte nicht mehr weiterspielen. In der Folge klappte auch das Spiel des TSV nicht mehr, wie noch in der Anfangsphase der ersten Hälfte und die Gäste schnupperten Morgenluft. Der TSV verteidigte zwar gut, kam jedoch kaum noch zu Entlastungsangriffen. Nach einer Ecke in der 80. Minute musste man dann den Gegentreffer hinnehmen. Den hereinsegelnden Ball köpfte ein Hüttlinger Verteidiger auf den Boden, worauf sich der Rosenberger Rathgeb nicht lange bitten ließ und aus kurzer Distanz einschob. Natürlich war der TSV Hüttlingen nicht gewillt hier sofort aufzustecken, schließlich lag man nur mit einem Tor zurück. Doch trotz aller Offensivbemühungen musste man in der 90. Minute noch das 0:2 hinnehmen, wiederum war es Rathgeb, der nach einem Konter den Ball über Torwart Hieber hinweg in die Maschen beförderte.

Trotz dieser Niederlage bleibt der TSV Hüttlingen II in Schlagdistanz zu den vorderen Plätzen. Mit einem Sieg am Sonntag gegen den SSV Aalen II, der sich aktuell auf dem vorletzen Platz befindet, möchte man weiter dran bleiben. Anpfiff in Aalen ist um 13 Uhr.

Aufstellung:
Marcel Hieber – Deniz Dogru (46. Matthias Hornisch), Mahir Dogru, Max Feinauer (55. Julian Stürmer), Markus Fürst – Jan Arnold (55. Adrian Kunz), Silas Gschwindt, Martin Schneider (46. Matthias Buck), Manuel Stegmaier, Michael Wiedemann – Florian Hailer

Tore:
0:1 Rathgeb (80.)
0:2 Rathgeb (90.)