Starke Premierensaison

In der Reserve-Liga war die zweite Mannschaft des TSV so etwas wie der FC Bayern München in der Bundesliga: Sieben Meisterschaften in zehn Jahren konnten die Muffigel feiern. Zwischen 2015 und 2018 sicherte sich die Zweite sogar dreimal in Folge den Titel. Das veranlasste die Abteilungsleitung dazu, die „Reserve“ im regulären Spielbetrieb anzumelden – und das mit Erfolg. In der Kreisliga B III sicherte sich die Zweite einen großartigen sechsten Platz.

Als eine von fünf Zweiten Mannschaften in der Kreisliga B III präsentierte sich das Team des Trainerduos Hailer/Roder spielfreudig. Mit einem Mix aus erfahrenen Routiniers und frech aufspielenden Jungen erspielte sich der TSV in seiner Premierensaison in der B-Liga einen starken sechsten Platz. Einziger kleiner Wermutstropfen: Die beste Zweite Mannschaft wurde die SG Union Wasseralfingen, die punktgleich und nur sechs Tore besser wie der TSV auf Platz fünf rangiert. Doch das wirft bei weitem keinen Schatten auf die tolle Saison der Jungs vom Bärenhaldenweg. Welches Potential in der Mannschaft steckt, zeigte bereits das Pokalspiel gegen den Ligakonkurrenten Spfr. Rosenberg. Auf heimischem Rasen schlug Hüttlingen dreimal eiskalt zu und warf den späteren Ligameister aus dem Wettbewerb. In Runde zwei war gegen den FV Unterkochen II jedoch Schluss für den TSV (0:3). In der Liga gab es in den ersten fünf Spielen zwei Siege, zwei Remis und nur eine Niederlage gegen Vizemeister aus Fachsenfeld und Dewangen. In der Folge gab es immer wieder Auf und Abs. Während man sich erwartungsgemäß gegen die hinteren Teams wie SSV Aalen II oder Ellwangen II durchsetzen konnte, gab es auch verdiente Erfolge über den SV Jagstzell (in der Hinrunde auf Rang vier), den SV Dalkingen und die SG Union Wasseralfingen II. Bereits zur Winterpause lag die Zweite mit 18 Zählern auf einem starken siebten Platz, nur zwei Punkte hinter Rang vier. In der zweiten Saisonhälfte sammelte der TSV ebenfalls 18 Punkte und spielte dabei kein einziges Mal unentschieden. Sechs Siegen stehen sechs Niederlagen gegenüber. Außerdem erwähnenswert ist das Torverhältnis: Während bei 39 geschossenen Toren oftmals die Chancenverwertung das Manko darstellte, bescheinigen nur 38 Gegentreffer eine stabile Abwehr. In neun Spielen blieb der Defensivverbund ohne Gegentreffer.

Einen maßgeblichen Anteil daran haben zwei Dauerbrenner: Manuel Stegmaier und Anton Seyler (beide 23 Einsätze). Während Seyler als erfahrener Innenverteidiger die Defensive organisierte, fungierte Stegmaier als flexibel einsetzbarer Spieler zwischen der Viererkette und dem zentralen Mittelfeld. Bester Torschütze der Zweiten war Matze Hornisch. Der Angreifer traf siebenmal, dicht gefolgt von Silas Gschwindt, der seine erste Saison bei den Aktiven spielte und sechsmal in der abgelaufenen Spielzeit einnetzte. Mit insgesamt acht Scorerpunkte teilt sich Gschwindt in dieser Kategorie den zweiten Platz mit Jan Arnold (4 Tore, 4 Assists). Mit elf Punkten steht auch hier Hornisch ganz vorne. Insgesamt setzte Trainer Bernd Hailer 35 verschiedene Spieler ein.

Die einzige traurige Nachricht gab es zum Saisonende. Bernd Hailer und Thomas Roder wurden vor dem letzten Heimspiel offiziell verabschiedet. Das Trainergespann hat sich dazu entschieden, nicht mit in die neue Saison gehen. Außerdem wurden mit Florian Hailer, Anton Seyler, Matze Hornisch, Philipp Schmid und Tobias Gold fünf langjährige und verdiente Spieler verabschiedet, die den TSV nun von außen anfeuern werden. Was bleibt ist eine großartige Leistung mit einem hervorragenden sechsten Platz, auf dem im neuen Jahr aufgebaut werden kann. Ob die Zweite nächstes Jahr erneut im regulären Spielbetrieb angreift, ist derzeit noch nicht sicher. Sicher ist auf jeden Fall, dass Verein und Mannschaft stolz sein können, was in der abgelaufenen Saison gezeigt wurde!