Geschichte

Im Sommer 1945 gründeten junge Männer im Gasthaus zum Lamm die Ringgemeinschaft Jungschwaben, eine kulturelle Vereinigung, die unter der Leitung von Michael Wagner vorwiegend Theaterstücke aufführte und Tanzkurse veranstaltete. Um einen Ausgleich zu schaffen, einigte sich die Gemeinschaft, Fußball zu spielen. Sogleich wurde mit dem Aufbau der Fußballabteilung innerhalb der Ringgemeinschaft begonnen. Schnell hatte die junge Abteilung Hunderte von Mitgliedern.

Im Herbst 1945 wurden die ersten Freundschaftsspiele veranstaltet und ab 1946 begann der reguläre Spielbetrieb in der A-Klasse.

Am 20. Juli 1946 trafen sich erstmals Vertreter der Ringgemeinschaft Jungschwaben und des Turnvereins, um die Vorbereitung für die Übernahme der Fußballmannschaft Jungschwaben in den TV einzuleiten. Große Meinungsverschiedenheiten und andere Schwierigkeiten ließen jedoch noch keine Beschlüsse zu.

1947 kam es kurzfristig zur Gründung einer Fußballabteilung im Turnverein, die vom Vorstand Anton Rechtenbacher Selbständigkeit außerhalb des Vereins forderte. Aber dieser Antrag wurde grundsätzlich abgelehnt.

1948 zog der Gründer der Ringgemeinschaft, Michael Wagner, als Hauptlehrer nach Schrezheim. Die Ringgemeinschaft ging dann völlig in die Fußballabteilung auf. Man wählte den Namen Sportverein Hüttlingen und zum 1. Vorsitzenden Viktor Balle, der nach zwei Jahren von Walter Rasch abgelöst wurde.

Am 21. März 1950 kam es zum ersten Freundschaftsspiel zwischen den Mannschaften des TV und des SV auf dem Schlierbacher Sportplatz. Im Jahr 1951 errang der Sportverein die B-Klassenmeisterschaft.

Am 12. Mai 1951 kam es wieder zu einer Sitzung in der Turnhalle bezüglich der Fusion der beiden Vereine TV und SV, welche dann nach einer außerordentlichen Generalversammlung einstimmig vollzogen wurde. Zum Abteilungsleiter wurde Dr. Heinz Neitzel gewählt und ohne Zweifel brachte er schon allein durch seine dynamische Persönlichkeit den größten Auftrieb nach dem Zusammenschluss. Er machte den Fußballsport existenzfähig und krisenfest und schuf die fundamentalen Stellungen und Popularität in der Gesamtgemeinde. Disziplin und Fairness gehörten zu seinen erklärten Forderungen als Abteilungsleiter. Dr. Neitzel erst integriert die große und sehr differenzierte Fußballabteilung in den TSV Hüttlingen.

Am 10. August 1952 war auf dem Sportplatz Sandgrube das erste Fußballturnier als Auftakt des 60-Jährigen Jubiläums. Leider musste man nach Ende der Saison dem Weg in die C-Klasse antreten. Doch bereits zwei Jahre später schaffte man in dieser Klasse die Meisterschaft und stieg wieder auf. Die erfolgreichste Saison war 1957/58, als man in der B-Klasse Vizemeister wurde. Im Jahre 1960 erhielt Dr. Heinz Neitzel für seine Verdienste um den Fußballsport vom Bezirksvorsitzenden Brendel die Verbandsehrenurkunde des WFV überreicht.

1962 konnte der Bau eines neuen Sportplatzes an der Bolzensteige (Sandgrube) umgesetzt werden, auf dessen Fläche auch das 70-Jährige Jubiläum gefeiert wurde. Bei diesem Jubiläum des TSV beteiligte sich die Fußballabteilung mit allen Mannschaften. Außerdem fand ein Jubiläumspokalturnier statt.

Am 21. November 1962 konnte das neu erstellte Umkleidehaus, seinerzeit eines der schönsten im Bezirk, am Sportplatz abgenommen werden.

1964 musste die 1. Mannschaft wieder in die C-Klasse absteigen, in der sie dann lange Jahre abwechselnd erfolgreich spielte.

Erstmals in der Abteilungsgeschichte waren in der Saison 1969/70 acht Mannschaften im Einsatz: die 1. und 2. Mannschaft, die AH-Mannschaft, sowie die A-, B-, C-, D- und E-Jugend.

1971 konnte man das 25-Jährige Jubiläum feiern. Eine besondere Note verliehen den Jubiläumsspielen die französischen Gäste aus Beaumont le Roger. Während es bei den aktiven Mannschaften auch trotz aller Bemühungen seitens der Abteilungsleitung mit den sportlichen Erfolgen nicht so klappen wollte, so spielten die Jugendmannschaften in diesem Jahr umso erfolgreicher. So wurden die C- und D-Jugend 1974/75 Meister in ihren Klassen. Dies gelang auch in den Jahren 1980/81 der D-Jugend, 1982/83 der C- und D- Jugend, 1984/85 der B-Jugend, 1985/86 der A-Jugend und der größte Erfolg im Jugendbereich ist der Aufstieg der B-Jugend 1987/88 in die Bezirksstaffel.

In diesen Jahren hat sich auch bei der aktiven Mannschaft endlich der Erfolg wieder eingestellt. Nachdem man jahrelang nur beim Limespokalturnier mit Siegen hatte glänzen können, schlugen die Verstärkungen für die Saison 1983/84 voll ein.

Nach 20 Jahren in der C-Klasse wurde man endlich Meister und konnte aufsteigen in die Kreisliga A. Am 14. Oktober 1984 konnte dann erstmals im neuen Stadion ein Rundenspiel ausgetragen werden. Dies ging jedoch deutlich mit 0:4 gegen den VFB Tannhausen verloren. Nur drei Saisons konnte sich die Mannschaft in dieser Klasse halten, 1987 kam der Abstieg. Im Rahmen der Stadioneinweihung im Juni 1987 feiert auch die Fußballabteilung ihr 40-Jähriges Jubiläum im Rahmen einer Sportwoche und als Ziel setzte man sich den sofortigen Wiederaufstieg in der Saison 1987/88. Dieses Ziel wurde auch erreicht und man stieg 1988 in die Kreisliga A auf.

In der Kreisliga A spielte man dann sofort ziemlich erfolgreich im vorderen Tabellendrittel mit.

Als im Jahre 1991 Walter Berreth die Abteilungsleitung übernahm, wurde die 1. Mannschaft gezielt verstärkt und unter Trainer Manfred Günther konnte der TSV in der Saison 91/92 die Meisterschaft in der Kreisliga A erringen und schaffte dadurch den damit verbundenen Aufstieg in die Bezirksliga.

Nachdem man die ersten beiden Jahre die Klasse jeweils mit dem 10. Tabellenplatz beendete konnte man sich im Jahr 1995 auf den 7. Platz steigern. In der Saison 1995/96 gelang dem TSV der bislang größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Nach einer spannenden Saison konnte man die Meisterschaft in der Bezirksliga erringen und man stieg somit in die Landesliga auf.

Nach dem Aufstieg in die Landesliga spielte unsere Mannschaft bis zuletzt um den Abstieg und konnte sich am Ende äußerst knapp in der Landesliga halten.

Im zweiten Jahr in der Landesliga wurde der Abstiegskampf noch enger und auch etwas turbulenter. Nachdem Trainer Krusche in der Winterpause zurückgetreten war übernahm der frühere Hüttlinger Spieler Norbert Schneider zusammen mit dem Trainer der 2. Mannschaft Eduard Rup das Amt für die Rückrunde. Trotz einem Personalengpass spielte die Mannschaft eine gute Rückrunde, doch am Ende musste man leider den Abstieg in Kauf nehmen. Während der Landesligazeit spielte die 2. Mannschaft in der Kreisliga B und unter Trainer Eduard Rup konnte man sogar des Öfteren zu Freundschaftsspielen mit einer Reserve der 2. Mannschaft antreten.

Nach dem Abstieg verließen dann einige Spieler des Landesligakaders den Verein und eine völlig neu formierte Mannschaft konnte sich in der Bezirksliga von 1998 bis 2000 etablieren. Nach der Saison 1999/2000 wechselte dann das Trainerduo Schneider/Rup an die Abteilungsspitze. Norbert Schneider wurde 1. und Eduard Rup 2. Abteilungsleiter.

Im Jahr 1999 wurde erstmals das Jedermannturnier „Al Monte Cup veranstaltet.

In der Saison 2000/2001 musste man am Ende trotz eines starken Rundenstarts den bitteren Weg in die Kreisliga A gehen. Hier war es das erklärte Ziel in der Spitzengruppe mitzuhalten. Die Aprés Ski Party wurde im Oktober 2001 erstmals veranstaltet.

In der Saison 2001/02 konnte man auch noch einen respektablen Platz in der Kreisliga A erzielen, doch in der Saison 2002/03 musste die Mannschaft aufgrund vieler Verletzungssorgen in die Abstiegsrelegation einziehen. Das Relegationsspiel spiegelte dann auch den gesamten Saisonverlauf wieder. Nach einem guten Start konnte man dies gegen die Mannschaft aus Trochtelfingen nicht durchhalten und verlor das Relegationsspiel in Lauchheim, was gleichzeitig den Abstieg in die Kreisliga B bedeutete. In den ersten beiden Jahren spielte die Mannschaft immer um die Meisterschaft, doch der Aufstieg blieb leider verwehrt.

In der Saison 2005/06 stießen dann zehn Jugendspieler zu den Aktiven dazu und der Einbau dieser jungen Spieler um den neuen Trainer Wolfgang Meyer war das erklärte Ziel für die neue Saison. So wurde das Jahr 2006 zum Neubeginn in zweierlei Hinsicht. Im sportlichen Bereich wurde eine neue Mannschaft aufgebaut und um das Vereinsleben weiter zu verbessern wurde in knapp 3 Monaten Bauzeit ein neues Vereinsheim errichtet, welches sich schnell als neuer Mittelpunkt des Vereinslebens präsentierte. Mit über 1800 ehrenamtlichen Baustunden wurde das neue Heim unter Federführung des Initiators des Projekts, Eduard Rup, sowie der Leitung der Fußballabteilung um Norbert Schneider und dem Planer des Baus, Steffen Feichtenbeiner, erstellt. Fast genauso schnell wie der Neubau des Vereinsheims. Verlief der Aufbau der neuen Mannschaft, welcher in der Meisterschaft in diesem Jahr und dem damit verbundenen Aufstieg in die Kreisliga A endete.

Das Jahr 2007 war für die Abteilung Fußball ein Erfolg auf ganzer Linie. Mit dem Aufstieg in die Kreisliga A machten die aktiven Fußballer der Abteilung das größte Geschenk zum 60-Jährigen Jubiläum. Im Juli veranstaltete die Abteilung zu ihrem 60-Jährigen Bestehen eine Jubiläumswoche auf dem Sportgelände. Neben dem Al Monte Cup in seiner 9. Auflage nahmen an einem Turnier für aktive Mannschaften zahlreiche Teams aus der direkten Umgebung teil. Den Turniersieg konnte sich der TSV mit einem 2:0 Erfolg im Finale gegen die DJK Wasseralfingen sichern.

Im Jahr 2008 gab es einen Wechsel bei der Führung der Abteilung Norbert Schneider übergab die Leitung der Abteilung an Eduard Rup, der bereits in den vorangegangenen Jahren stets die Geschicke der Abteilung mitlenkte.

2009 konnte unter Trainer Thomas Angstenberger der Gewinn der Meisterschaft in der Reservestaffel der Kreisliga A Staffel II gefeiert werden.

Im Juni war man Gastgeber des Bezirkspokalendspiels mit fast 1000 Zuschauern auf dem Sportgelände Bolzensteig.

Mit einem neuen Trainergespann starteten die Aktiven in die Saison 2009/2010. Michael Bauer und Steffen Rathgeb hießen die beiden Neuen.

Im Rekordtempo von nur drei Monaten entstand 2010 auf dem Sportgelände Bolzensteig eine neue Ballsporthalle. Der Hallenbau stellte einen weiteren Meilenstein in der Geschichte dar und sucht in der Region Ostwürttemberg seines Gleichen. Motor und Initiator des Hallenbaus war Abteilungsleiter Eduard Rup. Am 27. September erfolgte der erste Spatenstich und nur drei Monate später nämlich am 23.12.2010 konnte in der neuen Halle bereits zum ersten Mal trainiert werden. Von Jung bis Alt wurde bei verschiedenen Arbeiten mitgeholfen, um den straffen Zeitplan einhalten zu können. Schließlich entstand eine 50 auf 30 Meter große Ballsporthalle mit einem Spielfeld von beachtlichen 44 auf 26 Metern.

Der zweiten Mannschaft der aktiven gelang im Sommer 2010 die erfolgreiche Verteidigung der Meisterschaft. Mit insgesamt 20 Mannschaften im Spielbetrieb zählte man mittlerweile zu den größten Fußballabteilungen im Bezirk.

Unter dem Motto „Triple X – Ein Team beherrscht die Liga“ konnte die Reserve die Meisterschaft in der Saison 2010/11, mit einer sensationellen Bilanz von 62 Punkten aus 26 Spielen, feiern.

Zur Saison 2011/12 übernahm Steffen Feichtenbeiner die Abteilungsleitung. Diese Saison endete mit einem zweiten Tabellenplatz für die erste Mannschaft und somit konnte man die Chance wahren, über die Relegation in die Bezirksliga aufzusteigen. Die ersten beiden Relegationsspiele konnte man für sich entscheiden, ehe man im alles entscheidenden dritten Spiel im Elfmeterschießen eine sensationelle Saison leider nicht mit dem Aufstieg krönen konnte.

In der Saison 2012/13 wurde der vierte Titel binnen fünf Jahren durch die Reservemannschaft in der Kreisliga A erreicht.

Anstatt der bisherigen Aprés Ski Party wurde im Oktober 2013 mit der „Champions League – Die Partynacht der Fußballer“ ein neues Event veranstaltet.

Im Juli 2014 wurde Helmut Winter einstimmig als neuer Abteilungsleiter gewählt.

Am 04.07.2015 wurde auf dem Sportgelände Bolzensteig zum ersten Mal der Löwen-Cup veranstaltet. Dieser Löwen-Cup wird als Elfmeter-Turnier ausgetragen. Der 1. Löwen-Cup war mit 22 teilnehmenden Mannschaften ein großer Erfolg.

In der Saison 2015/16 wurde zum ersten Mal in der Geschichte eine Damenmannschaft im Bereich der Aktiven gemeldet.